Glossar
Schrauben

Als Schraube bezeichnet man einen Bolzen, der ein Außengewinde hat und oben einen Schraubenkopf mit einem Antriebssystem trägt. Schrauben werden dementsprechend durch Kopfform, Antriebsart, Gewinde, Werkstoff und Abmessungen definiert.

Als vielseitige Verbindungselemente ermöglichen Schrauben Verbindungen verschiedenster Matererialien, die zerstörungsfrei gelöst werden können.

Kopfformen
Wichtige Kopfformen sind beispielsweise der Sechskant-Kopf, der Zylinder-Kopf, der Senk-Kopf, der Rund-Kopf und der Linsen-Kopf. Je nach der Kopfform eignen sich Schrauben für bestimmte Einsatzzwecke.

Antriebsarten
Bei den Antriebsarten unterscheidet man unter anderem den Längsschlitz, den Kreuzschlitz, Torx, Inbus und zudem jede Menge spezieller Antriebe. Hintergrund dieser verschiedenen Entwicklungen war der Wunsch, möglich unproblematisch ein möglichst großes Drehmoment auf eine Schraube bringen zu können, ohne diese zu beschädigen.

Der klassische Längsschlitz zeigt hier die größten Defizite: Der Schraubendreher (manche sagen fälschlich Schraubenzieher) rutscht leicht ab, es lässt sich kein hohes Drehmoment übertragen und sowohl Schraubenköpfe als auch Schraubendreher verformen leicht. Vorteile des Längsschlitz: er ist einfach und günstig zu produzieren.

Der Kreuzschlitz ist eine Antriebsart für Schraubenköpfe, die in den 30er Jahren erstmals patentiert wurde. Er besteht im Prinzip aus zwei Längsschlitzen, die im 90° Winkel stehen. Vorteil von Kreuzsschlitz-Schrauben. Der Schraubendreher ist von vornherein in der Mitte der Schraube positioniert und er kann ein hohes Drehmoment übertragen. Man unterscheidet den Phillips-Kreuzschlitz und den Pozidriv-Kreuzschlitz (Z, PZ oder PZD), der sich durch eine geringfügig andere Ausformung der Schlitze auszeichnet.

Inbus-Schrauben haben einen Innensechskant im Kopf. Das übertragbare Drehmoment ist etwas höher als beim Kreuzschlitz. Nachteilig ist, dass die Köpfe größer ausfallen als bei den bisher betrachteten Antriebstypen.

Torx-Schrauben stellen eine Kombination aus Inbus-Schrauben und Kreuzschlitz-Schrauben dar. Beim Aufblick ähnelt der Torx-Antrieb einem sechszackigen, abgerundeten Stern. Torx-Schrauben kann man übrigens bereits als eine erste Form der Sicherheitsschrauben betrachten, da die meisten Laien nicht über das nötige Werkzeug verfügen.

Gewinde
Das Gewinde ist in den meisten Fällen genormt, als Regelgewinde oder Feingewinde. Dabei wird unterschieden zwischen selbstschneidenden Gewinden und solchen, die ein Gegengewinde (z.B. eine Mutter) benötigen.

Zunächst gilt es, die Gangrichtung festzulegen, also ob die Schraube ein Rechtsgewinde oder ein Linksgewinde benötigt.

Eine weitere wichtige Differenzierung: Handelt es sich um ein metrisches Gewinde nach ISO oder um ein Zoll-Gewinde? Zu letzteren gehören insbesondere amerikanische und englische Gewinde

Die Steigung gibt an, wie weit sich der Schraubenkopf bei einer Umdrehung der Schraube bewegt.

Normschrauben
Als Normschrauben bezeichnet man Schrauben, die Festlegungen nach der ISO-Norm (oder DIN-Norm, EN-Norm, ANSI, DIN-EN-Norm, DIN-EN-ISO-Norm und weiteren Normen) folgen.

Normschrauben sind als standardisierte Verbindungselemente praktisch überall erhältlich und lösen die allermeisten Verschraubungsaufgaben.

Sonderschrauben bzw. Spezialschrauben
Sonderschrauben oder auch Spezialschrauben sind Schrauben, die in ihrer Ausgestaltung von der Norm abweichen. So unterscheiden sich Spezialschrauben bzw. Sonderschrauben durch Kopfform, Gewinde oder Antriebsart von den Normschrauben.

Sonderschrauben und Spezialschrauben können durch weitere Bearbeitung von Normschrauben hergestellt oder direkt aus Werkstoff-Rohlingen gefertigt werden. Für Werkstoffe, Abmessungen und konkrete Ausgestaltung gibt es dabei fast keine Grenzen.

Sicherheitsschrauben
Sicherheitsschrauben sollen das Öffnen von Geräten durch nicht autorisierte Personen erschweren. Dies wird durch Antriebe erreicht, die sich nur mit einem speziellen Werkzeug öffnen lassen.

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